Brandsicherheitswachdienst Lessien

Einen ungewöhnlichen "Einsatz" hatten die Kameraden der Feuerwehren des Boldecker Landes vom 01. auf den 02. Oktober 2015 zu leisten. 

Im Rahmen der Unterstützung der Wehren der Samtgemeinde Brome, übernahmen die Kameraden des Ost- und Westzuges für 24 Std. den Brandsicherheitswachdienst (BraSiWaDi) für die Flüchtlingsunterkunft auf dem ehemaligen Truppenubüngsplatz in Lessien. Bis zum Einsatz einer Firma welche den Brandschutz für das Gelände übernehmen wird, wechselten sich verschiedene Gebietseinheiten im BraSiWaDi ab. 

Begonnen hatten nach dem Einrichten der Notunterkünfte die KameradInnen aus der Samtgemeinde Brome. Doch die Kameraden aus Brome konnten nicht die gesamte Zeit mit Einsatzkräften abdecken, so dass die angrenzenden Gebietseinheiten um Unterstützung gefragt wurden Der Hintergrund dazu war, dass für den BraSiWaDi mindestens zwei Trupps Atemschutzgeräteträger, Gruppenführer und Klasse CE/C 1/2 Maschinisten vor Ort sein mussten. 

So kam es, dass auch die Kameraden aus dem Boldecker Land diesen Dienst im Notaufnahmelager für einen Tag übernahmen. 

Die "Wachabteilung" des Westzuges sammelte sich am Donnerstag, 01. Oktober und fuhr mit der Doppelkabine (DoKa) aus Bokensdorf und dem Mannschaftstransportwagen (MTW) aus Osloß nach Lessien. 

Nach der Übernahme der Ausweise an der alten Wache, ging es zu den Geländen der Platzwehr, in der nun wieder ein wenig Leben einzog. Dort erwarteten uns schon die Kameraden aus Knesebeck, um die Übergabe zu machen und uns einzuweisen. 

Die eingeteilten Gruppenführer Christian Gerche und Christian Eichenlaub machten mit den Knesebecker Kameraden eine erste kleine Tour durch den Bereich. 

Der Ortsbrandmeister der Feuerwehr Ehra-Lessien, Frank Mosel, kam auch noch einmal vorbei und versorgte uns mit aktuellen Informationen. 

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, besetzten wir den MTW und das Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25 der NABK (Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz') und fuhren zur Abendbrotausgabe in die Kantine des Stützpunktes. Bei dieser Gelegenheit konnten isch alle ein Bild der Lage machen. 

Nach der Rückkehr in die Feuerwehrwache machten wir es uns, soweit möglich, im Aufenthaltsraum "Roter Hahn 2.0" bequem. An dieser Stelle ein Dank an Robin Jung für die kurzweilige Unterhaltung mittels seines Tablet-Computers. 

Der Rest des Abends und die Nacht verliefen ohne Vorkommnisse. Wir konnten sogar eine Mütze voll Schlaf nehmen.

Unsere Ablösung in Form der Kameraden des Ostzuges kam dann auch pünktlich wie abgemacht am Morgen des 02. Oktobers. Nach kurzer Einweisung und Übergabe, konnten wir dann abdrücken und nach Hause fahren. 

Dieser BraSiWaDi war auf jeden Fall kein alltäglicher Dienst, wir haben sozusagen einen Teil der aktuellen Weltpolitik und ihrer Auswirkungen relativ Nahe erleben dürfen. Und den einen oder anderen Kameraden wird es auch ein wenig nachdenklich gemacht haben.