"Heißausbildung" der Atemschutzgeräteträger in Bad Gandersheim

Am Samstag, den 31.10.2015 machten sich 17 KameradenInnen aus den sechs Feuerwehren des Boldecker Landes auf den Weg nach Bad Gandersheim zur sogenannten Heißausbildung in der dortigen Brandübungsanlage. 

Doch bevor es losging, trafen sich die teilnehmenden KameradenInnen zum gemeinsamen Frühstück. Nach dieser Stärkung machten sich die KameradenInnen, um 10:00 Uhr auf den Weg nach Bad Gandersheim. 

Die Feuerwehr Bad Gandersheim bietet allen interessierten Gebietseinheiten die Möglichkeit, die Atemschutzgeräteträger ihrer Feuerwehren im Brandcontainer mittels verschiedener "Module" unter Einsatzbedingungen, was die Wärme- und Flammenentwicklung betrifft zu schulen. 

Was den Ausbildungsstand der Atemschutzgeräteträger anging, war die Truppe bunt gemischt. Einige waren das erste Mal dabei, andere hatten schon Erfahrung im Brandcontainer der Übungsanlage. Aber allen Teilnehmern war klar, dass die Belastung trotz "Übungssituation" extrem werden würde. 

Nach der Begrüßung und Einweisung durch die Kamderaden vor Ort, wurden die Trupps eingeteilt. Alle Teilnehmer mussten eine gültige G26/3 Bescheinigung und damit die Eignung für den Einsatz unter Atemschutz nachweisen. Nachdem dies alles geklärt war, ging es los!

Nach der sogenannten "Wärmegewöhnung", dem ersten, "Fühlen" der Wärmewirkung auf den gesamten Körper ("entspannt" kniend im Halbkreis im Container), gingen die Teilnehmer truppweise in die Brandcontainer vor, um ihre Aufträge (Module) abzuarbeiten. 

Einige Kameraden trugen bei ihrem Durchgang in der Übungsanlage neue Schutzkleidung der Firma Viking. ein Vertreter der Firma war vor Ort und brachte die Kleidung mit, so dass die Ausrüstung gleich unter "Einsatzbedingungen" getestet werden konnte.
Die gemachten Erfahrungen konnten zeitnah an die Entscheidungsträger von Verwaltung und Feuerwehr weitergegeben werden, da unsere Samtgemeindebürgermeisterin Anja Meier und der stellvertretende Gemeindebrandmeister Hans-Heinrich Deierling ebenfalls vor Ort waren. Außerdem konnte sich eine Eindruck vom Ablauf der Ausbildung und dem Ausbildungsstand der Feuerwehrmitglieder verschafft werden. 

Nachdem alle Teilnehmer ihre Übungsdurchgänge erfolgreich hinter sich gebracht hatten, konnten die KamderadenInnen den Heimweg ins Boldecker Land antreten. Zwischen 19:00 Uhr und 20:00 Uhr waren alle wieder wohlbehalten zurück. 

Mit Sicherheit war es für alle Beteiligten ein erfahrungsreicher Tag. Alle unerfahrenen Atemschutzgeräteträger haben un eine Ahnung, wie es sich anfühlt, unter schwerem Atemschutz in einem brennenden Raum mit gefüllter C-Druckleitung vorzurücken und das Hohlstrahlrohr richtig einzusetzen. 
Für alle anderen, die schon ein oder mehrere Durchgänge in der Übungsanlage hinter sich hatten, war es eine willkommene Vertiefung des Wissens beim Umgang in einem Atemschutz-Einsatz.
Man hat wieder einmal gesehen, dass solche Übungseinheiten unverzichtbar für die Aus- und Weiterbildung der Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren im Boldecker Land sind und in Zukunft weiter fest eingeplant werden sollten.

Ein herzlicher dank geht an Robin Jung (Osloß) und Kai Plankemann (Barwedel) für die Organisation und Durchführung dieses Atemschutz-Praxistages.