8 Tonne auf glattem Beton - das Sicherheitsprogramm für Einsatzfahrzeuge

Mitte September hatten zwei Kameraden der Ortsfeuerwehr Osloß die Möglichkeit, auf Kreisebene am „Sicherheitsprogramm für Einsatzfahrzeuge“ teilzunehmen.
An zwei Tagen wurde in einem theoretischen und einem praktischen Teil das Wissen rund um das Bewegen von Einsatzfahrzeugen in verschiedenen Situationen vermittelt.
Aus dem Boldecker Land waren neben den Teilnehmern aus Osloß auch Kameraden aus Weyhausen und Bokensdorf dabei.


Zunächst wurde im theoretischen Teil am Freitag in der FTZ Gifhorn über die unterschiedlichen Randbedingungen und Einflüsse auf Material und Mensch gesprochen.
Auch die rechtlichen Grundlagen und anderen Voraussetzungen wurden anhand von Fallbeispielen besprochen. Dabei gab es sehr viele interessante Informationen, die zu einer angeregten Diskussion unter den Teilnehmern und mit den Ausbildern führten.
Das Ausbilderteam der Kreisfeuerwehr gestaltete die notwenigen Inhalte und Informationen sehr anschaulich und kurzweilig, so dass der Freitagabend nicht zu lang wurde.

Am Samstag trafen sich alle Teilnehmer dann mit verschiedenen Fahrzeugen aus ihren Ortfeuerwehren in Wesendorf auf dem Gelände der ehemaligen Hammerstein-Kaserne.
Dort gibt es eine Übungsfläche, die genügend Platz bietet, um verschiedene Umwelt- und Fahrsituationen zu simulieren und ausprobieren zu können.
U.a. ist ein Bereich der Fläche mit einer Kunstharzschicht gestrichen, die zusammen mit der Benetzung durch Wasser eine fast spiegelglatte Oberfläche erzeugt.
Nach Vorbereitung der Übungsfläche (Aufbau der Bewässerungsanlage) und einer Einweisung durch die Ausbilder, besetzten die Teilnehmer jeweils zu zweit die Fahrzeuge. Die Kommunikation während der Übungsdurchgänge erfolgte über die Handfunkgeräte.
Gestartet wurde mit der sogenannten Gefahrenbremsung auf verschiedenen Fahrbahnuntergründen (Beton nass/trocken und nasse Kunstharzfläche) bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Dort bekamen die Teilnehmer einen ersten Eindruck über das Verhalten ihrer Fahrzeuge. Außerdem merkten die Kameradinnen und Kameraden, wie zuverlässig die verbauten technischen Hilfsmittel, wie z.B. das Antiblockiersystem (ABS), funktionieren und die Fahrzeuge bei den extremen Fahrbahnverhältnissen in der Spur und unter Kontrolle hielten.


Regelmäßig wurden die Fahrer gewechselt, so dass jeder Teilnehmer die Gelegenheit bekam, die einzelnen Übungen zu fahren.
Nach den Bremsübungen wurde die Übungsfläche ein wenig umgebaut. Nun standen die „Ausweichübungen“ an. Die Teilnehmer mussten mit ihren Fahrzeugen ab einem definierten Bremspunkt die Gefahrenbremsung einleiten, jedoch mit der zusätzlichen Aufgabe, einem plötzlich auftauchenden Objekt (in Form von Pylonen) auszuweichen. Auch hier wurde wieder mit verschiedenen Geschwindigkeiten geübt. In allen Fällen musste das Fahrzeug am Ende des Ausweichvorganges komplett zum Stehen gebracht werden.
Zum Abschluss wurde noch die „Einfahrt-Wand“ Übung durchgeführt. Die Fahrerinnen und Fahrer mussten dabei den Bremspunkt selbst wählen, um bei optimaler Einschätzung zwischen einer imaginären Hofeinfahrt und Hauswand mit ihrem Fahrzeug zum Stehen zu kommen.


Auch hier gab es die eine oder andere Überraschung beim Einschätzen des richtigen Bremspunktes.
Nach der abschließenden Feedback-Runde machten sich die Teilnehmer nach einem langen Übungstag wieder auf den Heimweg in ihre Gebietseinheiten.

Unseren beiden Kameraden hat dieses Sicherheitsprogramm für Einsatzfahrzeuge sehr viel Spaß gemacht, sie konnten viele Informationen und Erkenntnisse mitnehmen, die sie auch an ihre Kameradinnen und Kameraden in der Ortswehr weitergeben werden.
Nach einstimmiger Meinung unserer beiden Teilnehmer ist es wichtig, einmal so ein Programm mit den Einsatzfahrzeugen der eigenen Ortswehr mitzumachen und es wäre wünschenswert, wenn es mehr Lehrgangsplätze auf Kreisebene für dieses Programm gäbe.

 

Unsere nächsten Termine

27 Dez 2021;
04:00PM -
Preisskat und Knobeln

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