Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Osloß

Da die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Deutschland auch die Veranstaltungen der Feuerwehren betrafen, musste auch im Jahr 2021 die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Osloß Anfang Februar ausfallen.
Nun jedoch, in der zweiten Jahreshälfte, erlaubte es die aktuelle Situation, dass zumindest die Aktiven (Einsatzabteilung) der Ortsfeuerwehr ihre Jahreshauptversammlung Ende August im Feuerwehrhaus in Osloß durchführen konnten.
Neben dem ungewöhnlichen Datum hatte sich auch der Veranstaltungsort innerhalb des Feuerwehrhauses geändert. Die Tische und Bänke wurden nun kurzerhand in der Fahrzeughalle aufgebaut, um die Mindestanforderungen an die Abstände einhalten zu können.

Dass die Versammlung durchgeführt werden konnte, ist aber auch der erfreulich hohen Impfquote der Kameradinnen und Kameraden zu verdanken, sie lag bei den Teilnehmern der Versammlung an diesem Tag weit über 75%.
Die einzelnen Berichte aus den Gruppen waren im Wesentlichen geprägt von der langen Zeit ohne Aktivitäten und Ausbildungsdienste.

So konnte Ortsbrandmeister Dominik Hoffman lediglich von den stabilen Mitgliederzahlen und den Alarmierungen im vergangenen Jahr und den starken Unterschieden in den Dienstzeiten berichten

Bei den Alarmierungen zeigte sich folgendes Bild: Waren es im Berichtsjahr 2019 noch 22 Alarmierungen, so wurden die Aktiven im Berichtsjahr 2020 44 mal alarmiert. Der Schwerpunkt der Einsätze lag dabei mit 33 Alarmierungen bei Brandmeldeanlagen in verschiedenen Objekten im Einsatzgebiet der Ortswehr Osloß. Der kurioseste Alarm 2020 war jedoch der erste „Emergency-Call“ Einsatz für die Feuerwehren des Boldecker Landes. In einem Wohngebiet in Osloß hatte ein Kind beim Spielen in einem Fahrzeug versehentlich den eingebauten Notfall-Rufknopf (E-Call) des Autos betätigt und damit einen Großeinsatz von drei Ortswehren und zwei Rettungswagen ausgelöst.

Wie stark der Lockdown die Aktiven der OF Osloß „ausgebremst“ hat, machten die Vergleichszahlen der geleisteten Ausbildungsstunden von 2019 auf 2020 deutlich. Wurden im Jahr 2019 noch über 10.000 Stunden in den Dienstbüchern vermerkt, so waren es im Jahr 2020 lediglich knapp über 2300 Stunden.

Neben den normalen Ausbildungsdiensten und anderen Aktivitäten der Aktiven wie z.B. den „Eimerwettkämpfen“ fielen natürlich auch die Veranstaltungen im Ort, so z.B. das Osterfeuer am Brennplatz an der Aller und das Sommernachtsfeuer am Feuerwehrhaus aus.

Jugendfeuerwehrwartin Daniela von der Ohe-Hoffmann konnte berichten, dass die Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehr stabil geblieben ist. 21 Jugendliche waren am Ende des Berichtsjahres in der Jugendabteilung aktiv. Zu Beginn des Jahres 2020 konnte man noch die traditionelle Weihnachtsbaumsammlung durchführen, dann kam jedoch der Lockdown und erst im September konnte der Dienstbetrieb wieder aufgenommen werden. Als kleine Aufmerksamkeit für die Jugendlichen führten die Betreuerinnen im Dezember eine Nikolausaktion durch, bei der jedes Kind neben Süßigkeiten auch eine bedruckte Trinkflasche erhielt.

Jörg Dannheim berichtet für die Kinderfeuerwehr vom Verlauf des Jahres. Wie schon die Jugendfeuerwehr, nahm auch die Kinderfeuerwehr an der Weihnachtsbaumaktion teil. Auch die Polizei in Weyhausen konnte noch besucht werden. Die Vogel-Nistkästen, welche die Kinder bei ihren Diensten fleißig gebastelt hatten, konnte dann aufgrund des Lockdowns leider nicht mehr in einer gemeinsamen Aktion aufgehangen werden.

Torben Niehs als Gruppenleiter der 1. Gruppe berichtet, wie in den wenigen Diensten, die durchgeführt werden konnten, intensiv in kleinen Gruppen gearbeitet wurde. Er konnte rückblickend feststellen, dass die Dienstbeteiligung während dieser Zeit immer sehr gut gewesen ist. Toben Niehs wagte dann im Zusammenhang mit der Ausweisung von Neubaugebieten im Ort, einen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben für die Führung der Ortswehr Osloß. Aus seiner Sicht muss man frühzeitig mit einem sinnvollen Konzept für neue Mitglieder unter den zukünftigen Neubürgen werben.

Die 3. Gruppe verzichtete aufgrund ihrer sehr geringen Dienstpräsenz (Januar-März) im Jahr 2020 auf einen Bericht.
Nach dem Bericht des Kassenwartes Oliver Fellguth stimmte die Versammlung nach dem entsprechenden Antrag durch die Kassenprüfer Timo von der Ohe und Sven Pörksen für die Entlastung des Kommandos. Da ein neuer Kassenprüfer benötigt wurde, wurde durch die Versammlung Axel Passeier als neuer Kassenprüfer gewählt.

Im Anschluss an den Kassenbericht wurden folgende Kameraden für weitere drei Jahre in ihren Funktionen bestätigt: Dennis Kittner in der Funktion des Gerätewartes und Jörg Dannheim als Kinderfeuerwehrwart.

Nach den Ernennungen in den neuen Funktionen, standen die Beförderungen und Ehrungen auf dem Programm Fünf Kameraden erhielten aufgrund ihrer Dienstzeit, Funktionen in der Wehr und bestandenen Lehrgängen folgende Beförderungen:

- Hauptfeuerwehrmann: Marvin Todtenhöfer
- Erster Hauptfeuerwehrmann: Torben Niehs und Dennis Kittner
- Oberlöschmeister: Christian Eichenlaub
- Erster Hauptlöschmeister: Matthias Meier

Die Ehrung für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielt Ortsbrandmeister Dominik Hoffmann aus den Händen seines Stellvertreters Matthias Meier.

Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl bei der Versammlung, waren als Gäste von der Verwaltung und Gemeinde lediglich die Samtgemeindebürgermeisterin Anja Meier und Ortsbürgermeister Axel Passeier anwesend.
Anja Meier überbrachte die Grüße der Samtgemeinde und zog eine kurze Bilanz über das vergangene Jahr mit seinen zahlreichen Einschränkungen und Herausforderungen. Auch die finanzielle Belastung durch zusätzliche Maßnahmen wie der Beschaffung von Schutzmasken und Desinfektionsmittel hob sie noch einmal hervor. Die Samtgemeindebürgermeisterin zeigt sich sehr erfreut über die stabilen Mitgliederzahlen, besonders im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Ortsbürgermeister Axel Passeier überbrachte ebenfalls herzliche Grüße des Ortsrates und dankte den Aktiven der Ortsfeuerwehr für ihren Einsatz trotz schwieriger Umstände in Zeiten der Pandemie.

Nachdem Ortsbrandmeister Dominik Hoffmann die Versammlung offiziell beendet hatte, gab es für alle Teilnehmer zum Ausklang ein umfangreiches Buffet mit kalten und warmen Speisen, an dem man sich die Aktiven der Ortswehr Osloß und ihre Gäste ausgiebig bedienen und stärken konnten.

Text: Dietmar Klinkert 

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